Wissen zieht um — Das MERLIN-Wiki auf Google Drive

10. Mai 2026 · ~4 Min. Lesezeit

Wissen zieht um — Das MERLIN-Wiki auf Google Drive

Tag: Erfahrungsbericht

Datum: 10. Mai 2026

Meine Wissensdatenbank war bisher an MERLIN auf dem Mac gebunden. Ein Wochenende — und plötzlich liegt alles auf Google Drive, zugänglich von jeder Claude-Instanz der Welt.

---

Ich hatte MERLINs Wissenbasis bisher nach der Wiki-Methode von André Kaparthy aufgebaut. Ein strukturiertes Netz aus verlinkten Seiten, lokal verwaltet, lokal abgelegt.

Die letzten Tage und das vergangene Wochenende waren etwas ruhiger — zum einen wegen anderer Verpflichtungen, zum anderen weil ich tatsächlich mit meinem Claude-Kontingent haushalten musste. Nicht nur die Tages-Token oder die 5-Stunden-Token, sondern auch die Wochen-Token waren schneller aufgebraucht als gedacht. Das Ganze wurde also etwas gemächlicher.

Was ich mir dabei gedacht habe

Dieses Wochenende kam ich wieder dazu, in Ruhe nachzudenken und weiterzuentwickeln. Und mein zentraler Impuls war: Ich sollte MERLIN vielleicht ein wenig loslassen. Nicht alles über die MERLIN-Schiene auf dem Mac machen. Stattdessen die Cloud-Möglichkeiten — Cowork, Web, unterwegs — sauber mitnutzen.

Und wenn man schon alles neu denkt, warum dann nicht gleich richtig? Also: von vorne anfangen. Aber mit dem Wesentlichen. Das Wesentliche wäre zunächst die Wissensdatenbank — die befüllen, Wissen in NotebookLM sammeln und anschließend als Quintessenz in die eigentliche Wissensbasis übertragen.

Was Claude (und Opus) dazu gesagt haben

Ich habe Claude gefragt, wie ich das sinnvoll angehen könnte. Eine erste Idee war ein Goodnotes-Connector — das fand Claude aber wenig überzeugend. Das Gespräch habe ich dann sogar mit Opus (dem größten Modell von Claude, verbraucht auch am meisten Token) geführt, und wir sind gemeinsam zu einem anderen Schluss gekommen:

Die gesamte Wissensstruktur liegt jetzt im Wiki-Format auf Google Drive. Von dort aus ist sie über alle möglichen Zugriffspunkte erreichbar — egal ob MERLIN lokal, Cowork im Browser oder Claude unterwegs.

Wie das konkret aussah

Der Plan war schnell gemacht. Die Umsetzung ebenso:

1. Google-Drive-App auf dem Mac installieren — das war in wenigen Minuten erledigt. 2. Systemeinstellungen — Freigaben kurz konfigurieren, dann lief Google Drive sauber. 3. MERLIN anpassen — Claude hat die Merlin-Programmierung etwas umgebaut, sodass der Zugriff auf die neue Struktur funktioniert.

Nach dem „Ich bin fertig, hier hast du einen ersten Prompt fürs Web — probier den mal aus" hatte ich tatsächlich direkt Zugriff.

Was dabei herausgekommen ist

Mein persönliches Wissen-Wiki ist nicht mehr nur lokal in MERLIN vorhanden. Ich kann jetzt von jeder Claude-Instanz darauf zugreifen und Wissensauswertungen daraus ziehen — egal wo ich gerade bin und welches Interface ich nutze.

Das klingt vielleicht unspektakulär. Aber für mich ist es der Unterschied zwischen einem Wissen, das an einen Ort gebunden ist, und einem Wissen, das mir überall folgt.

### Fazit

Der Schritt war kleiner als gedacht — und größer als erwartet. Google Drive als Backend für die Wissensbasis ist kein Kompromiss, sondern eine echte Verbesserung: zuverlässig, plattformunabhängig, überall verfügbar. MERLIN bleibt der zentrale Agent — aber das Wissen gehört jetzt der Cloud.

---

Sidebar-Infos:

- Datum: 10. Mai 2026 - Typ: Erfahrungsbericht - Tags: Wissensdatenbank, Google Drive, MERLIN, NotebookLM, Second Brain, Workflow - Lesezeit: ~4 Min.